Monatsrezept
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Gaybodensee Monatsrezept - Kochen mit Wally Geier

In dieser Rubrik bietet Gaybodensee auch nach Betriebsende des Konstanzer Restaurant Schmitt's das Rezept des Monats an. Die Rubrik titelt ab April 2012 unter Kochen mit Wally Geier.

Kochkunst ist populär und daher bieten wir das jeweilige Gericht auch für die heimische Küche hier kostenfrei als PDF-Download an (zur Anzeige wird lediglich der kostenfreie Adobe Acrobat Reader benötigt):

  PDF-Download des Monatsrezepts

Zudem finden sich zahlreiche interessante Rezeptideen in unserem Rezeptarchiv.

Gaybodensee wünscht guten Appetit!




Zucker und Fett, meine Lieben...

ich war mit Olga Popova in einem Möbelhaus. Die Alte schwärmte von einer Küchenplatte aus Marmor. Sah ja ganz edel aus, ähm, die Marmorplatte, die Popova war halt wie immer. Danach waren wir noch im selbigen Möbelhaus im Restaurantbereich einen Kaffee trinken und ich wählte dazu einen Marmorkuchen. Uff, staubig, trocken... ich hätte bei einem Hustenanfall wohl trockene Teig- und Puderzucker-Staubwolken in Richtung Popova gepustet. Mag sie mal froh sein, dass ich derzeit nicht erkältet bin. Die Popova zerlegte ihr gewähltes Sahnetortenstück. Der Boden war offenbar auch trocken und mindestens von vorgestern. Also wenn schon Kuchen oder Torte, dann mit Geschmack. Zurück zuhause musste es jetzt was Richtiges sein. Weshalb nicht ein Kuchen, welcher dieses Möbelhaus-Staubgebäck vergessen lässt und die Ehre aller Marmorkuchen rettet.
Oft ist mir so ein schlichtes Stück Kuchen ja viel lieber als großes Tortengedöns und am allerliebsten ist mir dann ein Stück Marmorkuchen. Eigentlich ist das eine ganz einfache Sache: Rührteig (Rezept in jedem Backbuch, Drittel mit Kakao einfärben, in die Form, fertig). Allerdings scheint es doch nicht so simpel zu sein: Schaut man zum Beispiel auf der größten deutschsprachigen Kochseite gibt es dort fast 400 (!) mehr oder weniger unterschiedliche Marmorkuchenrezepte in der Datenbank, und jeder ist angeblich der „beste“, „fluffigste“ und so weiter...
Vor ein paar Jahren kam mir in Form von österreichischer Supermarktreklame ein weiteres Rezept unter, das ich sicher nicht beachtet hätte, wäre nicht ein großer Name dabei gestanden – das Rezept war von Johanna Maier, der Spitzenköchin. „Die kann das bestimmt“ dachte ich und erschrak erst einmal. So viele Eier? So viel Zucker? Kein Backpulver? Aber, Versuch macht "kluch" – und da war es, das beste und ultimative Rezept. Dieser Kuchen ist der fluffigste, der am-wenigst-trockene, der perfekteste!
Ich gebe zwar zu, daß mir die Original-Variante ein klein wenig zu süß ist und ich von beiden Zuckersorten jeweils 25 gr weniger nehme, aber das ist Geschmacksache. Unten stelle ich euch auf jeden Fall das unveränderte Original vor, wer bin ich denn, daß ich an den Rezepten einer Küchengöttin herumpfusche!
Zucker und Fett, das braucht man ja nun in der fünften, närrischen Jahreszeit...

diesen Monat also nicht Wallys, sondern

Marmorkuchen

Johannas Marmorkuchen

Zutaten:

  • 200 g Butter
  • 8 Eier
  • 200 g Puderzucker
  • 200 g Kristallzucker
  • 230 g Mehl
  • Rum
  • 25 g Kakaopulver
  • Butter und Mehl für die Form
(EL = Esslöffel * TL = Teelöffel)

Marmorkuchen Zubereitung

Zubereitung:



Eier und Butter einige Zeit vor dem Backen in die Küche stellen und Raumtemperatur annehmen lassen (sie müssen die gleiche Temperatur haben, da sich die Masse sonst später nicht richtig verbindet). Die Butter mit Küchenmaschine oder Handrührgerät schaumig schlagen, sie sollte fast weiß werden. Eier trennen und nach und nach die Eigelbe und den gesiebten Puderzucker unterschlagen. Die Masse muß gut aufgeschäumt sein. Die Eiweiße schlagen, wenn sich der Schnee zu bilden beginnt, den Kristallzucker einrieseln lassen und zusammen sehr steif schlagen. Eischnee in die Buttermasse mischen, vorsichtig das Mehl und einen Schuss Rum unterheben. Ein Drittel der Teigmasse abnehmen und den Kakao einrühren. Eine Guglhupfform mit Butter einfetten und mit etwas Mehl ausstäuben. Die Hälfte der weißen Masse einfüllen, die braune darauf verteilen und mit der restlichen weißen abschließen. Mit einer Gabel kreisförmig durch die Form fahren, damit sich das Marmormuster bildet. Im auf 160°C vorgeheizten Backofen etwa 60-75 Minuten backen.

Grüße und 'n Guten!

Die Wally

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