Kolumne
 Gaybodensee Kolumne

Hier greifen monatlich im Wechsel diejenigen zur Feder, die diese gleich ihrem Zungenschlag spitz einzusetzen wissen und schonungslos all das durchhecheln, was ihnen gerade auf der Leber brennt. Das Szenegeschehen wird zur Zielscheibe des Klatsch & Tratschs und oft ein gut gehütetes Geheimnis ganz beiläufig gelüftet. Kurzweil, Spannung und aufschlussreiche Erkenntnisse verspricht die Kolumne der Stars und Sternchen, die wir hier einzeln vorstellen.



Gaybodensee Transenparade

 

*** K O L U M N E  Februar 2023 ***



Bunt...



Olga Popova

bunt geht es wieder rund. Fasnet, Fasching, Karneval - allerorten übernehmen die Narren die Straßen und Festbühnen. Wer sich das in den vergangenen zwei Jahren Corona-Pandemie hätte vorstellen wollen, wäre aufgrund fehlender Mindestabstände wohl unverzüglich in ein Ganzkörper-Desinfektionsbad gesprungen, hätte mit medizinischer Lösung gegurgelt, bei Maskenbällen den Maskenzwang (jedoch nach FFP2-Standard) ausgerufen und beim Hausarzt oder im Impfzentrum eine Impfung nachgeschoben, um sich dennoch danach schuldig, von Viren überhäuft und infiziert zu fühlen. Ja, wir waren geimpft, nicht nur mit Corona-Impfstoffen, nein auch durch ein alltägliches Medien-Mantra, das uns zuhause wissen wollte und das möglichst allein.
Ich denke mir häufig, was Herr Lauterbach, seines Zeichens Bundesgesundheitsminister, über die närrischen Tage heute denkt. Seine Vorstellungskraft hätte solches Treiben wie einst zumindest noch im Sommer vergangenen Jahres nicht hergegeben. Wir holen uns die Freiheiten in Selbstverantwortung zurück.
Aber wenn es schon keine Ausgangssperren für uns Mitmenschen mehr gibt, nun gab es in Walldorf eine Katzen-Ausgangssperre. Wem nichts mehr an menschlicher Freiheitsbeschränkung einfällt, der überzieht Katzen, Hunde und womöglich Hamster und Co. mit drakonischen Maßnahmen. Die Muster sind ja eingeübt.
Da kommt ja jede Krise als Rechtfertigung gerade recht. Aber, meine Lieben, lasst Euch gesagt sein, den Frohsinn abzulegen, wäre eine erneute Kapitualation vor Aggressoren wie aktuell in der Ukraine.
Man lebt hier und heute und soll sich entfalten können!
Auch wenn alles teurer geworden ist, manche wirtschaftlich sehr rechnen müssen, der Frohsinn und die Leichtigkeit der närrischen Tage ist kein Verdrängungsmechanismus, sondern hält und führt uns zusammen, auch Krisen gemeinsam zu überstehen. Wer sich nicht närrisch fühlt, kann dennoch im Alltag eine positive Grundhaltung demonstrieren.
Frau Popova und ihre Mitschwestern wollen Zeichen setzen und werden an dieser Fasnet oder Fastnacht in Konstanz zu sehen sein, nahe an den Mitmenschen und Freude bereiten! Wer dergleichen tut, tut Sinnvolles und Gutes!

Euer strahlender Stern
Olga Popova


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